And on the seventh day

 

Dies ist die erste Kollaboration mit kainkollektiv aus Bochum. Für And on the seventh day haben wir uns mit Schöpfen und Erschöpfen beschäftigt. In der Theaterarbeit findet man das Schöpferische häufig in der Improvisation – man sieht den Performern direkt beim Schöpfen und Erschöpfen zu. Und so besteht And on the seventh day aus strukturierter Improvisation. Strukturgebend ist vor allem die biblische Schöpfungsgeschichte. Es gibt sieben Teile in Bezug auf die sieben Tage der Genesis. Allerdings ruhen die Performer nach dem siebten Tage nicht unendlich aus, sondern machen mit der nächsten Woche weiter. Bis der Aufführungstag zu Ende geht. Um Mitternacht ist auch das Stück vorbei.

And on the seventh day ist eine theatrale Installation, das bedeutet: Die Zuschauer können immer rein – und rausgehen und ihren Sitzplatz frei wählen. Sie können Getränke in den Performanceraum mitnehmen. Oder sich am Versorgungstisch im Raum bedienen, den sie sich mit den Performern teilen. Die Zuschauer können uns verlassen, wann sie möchten, wann immer es gut ist und sich richtig anfühlt. Und sie können auch gerne wiederkommen.

Für Feedback liegt ein Buch im Foyer bereit, das alle Kommentare, Kritik und verbalen Applaus entgegennimmt.

And on the seventh day ist ein sperriger Versuch, der Erschöpfung einen performativen Raum zur Verfügung zu stellen und die Zuschauer einzuladen, diesen Raum und auch diese Erschöpfung zu teilen.

 

 

Konzept und Produktion: kainkollektiv (Lettow/Schmuck) & Gudrun Lange

Performer: Antoine Effroy, Jan Ehlen, Bianca Künzel, Rasmus Nordholt, Charlotte Pfeifer, Michael Taylor

Video: Jan Ehlen

Produktionsleitung: Kirsten Möller

Regiassistenz: Manuel Zauner

 

Produktion: kainkollektiv und Gudrun Lange.

Koproduktion: Ringlokschuppen Mülheim, FFT Düsseldorf, Pumpenhaus Münster.

Gefördert durch: Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste e.V., Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung Arnsberg, Bezirksregierung Düsseldorf

 

Premiere: 13. Oktober 2012, Ringlokschuppen Mülheim